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Neuaufträge – Industrie erleidet im November Dämpfer


mit freundlicher Unterstützung von Einkäufer im Markt


Das Verarbeitende Gewerbe hat im November einen deutlichen Rückgang bei den Bestellungen hinnehmen müssen. Der Auftragseingang fiel gegenüber Oktober preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt um 2,4 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten lediglich ein Minus von 0,8 Prozent erwartet.

 
Nach Einschätzung von Analysten ist der überraschend starke Dämpfer aber für die Konjunktur verkraftbar. “Das Minus von 2,4 Prozent sieht erst einmal schlimm aus aber der unterliegende Trend ist positiv”, sagte der Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, Alexander Krüger. Die Befürchtungen aus dem Sommerhalbjahr, dass die deutsche Wirtschaft in eine Rezession geraten könnte, seien übertrieben gewesen. Krügers Kollege Marco Wagner von der Commerzbank stimmen die zuletzt verbesserten Konjunkturbarometer optimistisch. Rückenwind kommt auch vom Wechselkurs. “Durch die starke Abwertung des Euro hat sich vor allem die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte verbessert”, erklärt Wagner.

 
Der Rückgang bei den Bestellungen resultierte hauptsächlich aus dem Inland, wo die Order um 4,7 Prozent nachgaben. Die Auslandsnachfrage sank trotz umfangreicher Großaufträge aus dem Euroraum um 0,7 Prozent. Insgesamt war das Volumen an Großbestellungen unterdurchschnittlich. Der Bedarf an Investitions- und Vorleistungsgütern fiel um 3,1 beziehungsweise 2,3 Prozent. Einziger Lichtblick im November waren die Konsumgüter, die um 2,6 Prozent zulegten.

 
Besser als zunächst berichtet lief hingegen der Oktober. Statt um 2,5 Prozent hatten die Unternehmen 2,9 Prozent mehr Bestellungen an Land ziehen können.

 
Die Experten von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sehen in den Zahlen ebenfalls keinen Beinbruch. In der Summe der vergangenen drei Monate lag das Auftragsvolumen um 0,9 Prozent über der Vorperiode. “Die Aussichten für einen Anstieg der Auftragseingänge im Jahresschlussquartal sind insgesamt gut”, heißt es aus dem BMWi.

 
Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von Einkäufer im Markt.
Die Fachzeitschrift für Einkaufsleiter und strategische Einkäufer.
 

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